Zu den in diesem Jahr in der
zweitgrößten Stadt Deutschlands stattfindenden
VDSF-Bundesjugendfischereitagen hatten sich beim Bayerischen
Jugendkönigsfischen fünf Jungen und ein Mädchen qualifiziert. Wie im
Vorjahr war Jacqueline Aurnhammer als bestes Mädchen mit dabei. Die
Jungen waren Alexander Kellner, Daniel Topfstedt, Tobias Sauer - alle
drei vom ACSV Rattelsdorf (Oberfranken), weiter Christopher Plomnitzer
vom ASV Stockstadt und Steffen Vöglein vom ASV Sulzbach, beide aus
Unterfranken.
Wie in den letzten Jahren wurde uns freundlicher Weise auch heuer
wieder vom Fischereiverband Oberpfalz unentgeltlich ein Zelt zur
Verfügung gestellt. Dafür auch einmel herzlichen Dank, allen voran an
Horst Scholz, der immer zur Stelle ist.
Am 25. Juli begann die Fahrt mit Werner Kaltenecker, dem zweiten
Betreuer, und Jacqueline. Zuerst holten wir die drei Jungs in
Rattelsdorf ab. Die anderen beiden Jungs stiegen dann in
Würzbug-Estenfeld zu, so dasss die eigentliche Reise nach Hamburg so
gegen halb elf Uhr beginnen konnte. Nach angenehmer Fahrt bei
ungewöhnlich freier Autobahn kamen wir gegen 16 Uhr an unserem Ziel in
Hamburg-Allermöhe im Olympia-Leistungszentrum für Rudern und Kanusport
an.
Nachdem das Zelt aufgebaut war und wir uns eingerichtet hatten, gab es
Abendessen. Anschließend war die offizielle Begrüßung. Dabei erfuhren
wir, wo am nächsten Tag das Gemeinschaftsangeln stattfand und die dafür
festgelegten Bestimmungen.
Danach begann im Zelt eine große Geschäftigkeit. Unter großer
Geheimhaltung der Mischungen wurde das Futter hergestellt, um am
nächsten Tag nicht als "Schneider" vom Gewäser zu gehn. Das Gewässer
war ein Nebenarm der Elbe, genannt "Dove Elbe", bei der einige
Kilometer zur Beangelung frei gegeben waren. Das Angelgewässer war in
vier große Sektoren eingeteilt, in denen die 16 anwesenden
Landesverbände die ausgelosten Strecken belegen konnten. Während des
Angelns bekamen wir Besuch vom NDR-Fernsehen. Wir, das waren die
bayerischen Fischerjugend und die Jugend des AV Sachsen wurden schon am
Abend zuvor von den Verantwortlichen des VDSF davon unterrichtet, dass
ein Bericht über die Veranstaltung gedreht werden soll. In einer
Kurzfassung wurde dieser Beitrag dann am Freitagabend im "Hamburg
Journal" ausgestrahlt.
Bei diesem Fischen wurden gute Plätze belegt: 10., 12., 17., 37., und
ein 7. Rang bei den Mädchen bei 104 teilnehmenden Jugendlichen. Am
späten Nachmittag wurde im Gemeinschaftszelt ein Vortrag über den Aal
gehalten, woraus dann die Fragen für den anschließenden Wissenstest
gestellt wurden. Auch hier waren unsere Teilnehmer sehr gut. (17 bis 19
Punkte von 20 Erreichbaren).
Am Freitag war ab neun Uhr Casting auf dem Programm. Auch hier wurden
recht respektable Leistungen erbracht. Von 100 möglichen Punkten wurden
90,84,74,70 und 54 Punkte erreicht. Auch in der Gesamtwerung konnten
sich die Platzierungen sehen lassen. Unsere Jungs erzielten die Plätze
3, 7, 11, 17 und 24, während unser Mädchen Platz 10 belegte.
Der Freitagnachmittag stand zur freien Verfügung: Wir nutzten die zu
einem Stadtbummel unter kundiger Führung von Anne-Kathrin Spangenberg,
der neuen Mädchenwartin des VDSF und ihrer Freundin Nadine. Mit Bus und
S-Bahn gings zum Hauptbahnhof und von hier zu Fuß durch die Straßen zum
Rathaus, zum Jungfernstieg, dann weiter zur Außenalster. Von da aus
fuhren wir zum Hamburger Sommer-Dom, ein Vergnügungspark in St. Pauli,
ähnlich dem Münchner Oktoberfest. Dabei verging die Zeit so schnell,
dass wir das Abendessen fast verpassten.
Am Samstagmorgen war ab 9:30 Uhr eine dreistündige Hafenrundfahrt mit
drei Barkassen auf dem Programm. Dies war ein interessanter Einblick in
einemn Überseehafen. Nach dem Mittagessen war nochmals Angeln bei den
Jungs auf dem Programm. Leider spielte das Wetter nicht so mit. Es gab
einen starken Gewitterregen von über einer halben Stunde, der den Platz
vor den Zelten in Seen verwandelte.
Endlich kam die Abschlussveranstaltung mit der Bekanntgabe der
Platzierungen. Unsere Jugendlichen waren mit auf den vorderen Plätzen,
für die Pokale überreicht wurden. Als dann die Rangliste der
Mannschaften bekannt gegeben wurden, waren wir alle überrascht. Die
Bayerische Fischerjugend war die beste Mannschaft in diesem Wettbewerb
und somit auch deutschlands Beste! Natürlich haben wir uns alle sehr
darüber gefreut.
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Bildern.